| Aufruf zum Weltklimatag 2009 am 12.12.2009 in Göttingen |
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| Geschrieben von: Redaktion |
| Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 20:15 Uhr |
Stoppt den Übergang zu einer globalen Umweltkatastrophe!Während der Übergang zu einer globalen Umweltkatastrophe ungebremst voranschreitet, sollen weltweite Schutzmaßnahmen der Weltwirtschaftskrise zum Opfer fallen. Neuste Untersuchungen zeigen, dass das Abschmelzen des Polareises schneller voranschreitet als bisher vorausgesagt: Es ist zu erwarten, dass bereits bis Mitte dieses Jahrhunderts der Meeresspiegel um mehr als 1 m ansteigt und Küstenregionen im Meer versinken werden. In Deutschland droht ein massiver Rückschritt im Klimaschutz durch die schwarz-gelbe Regierung. Angesichts der unhaltbaren Zustände im „Versuchsendlager“ Asse II in Wolfenbüttel sind geplante Verlängerungen der AKW-Laufzeiten oder gar ein anvisierter AKW-Neubau eine offene Provokation. Zu Recht gingen dagegen am 5.9.2009 in Berlin 50.000 Menschen auf die Straße. Im Dezember 2009 werden sich die Regierungen der Welt zum alljährlichen Weltklimatreffen in Kopenhagen versammeln. Ein Folgeabkommen für das Kyoto-Abkommen von 1997 soll auf der Tagesordnung stehen. Schon das bisher gültige Kyoto-Abkommen hatte den Klimaschutz privaten Gewinninteressen und wirkungslosem Verschmutzungsrechte-Handel geopfert. Nun zeigt sich in der Vorbereitung des Kopenhagener Treffens erneut die Unfähigkeit der Regierungen der Hauptverursacher-Länder, den Übergang zu einer globalen Klima- und Umweltkatastrophe durch Einleitung von Sofortmaßnahmen zu stoppen. Notwendig sind verbindliche internationale Sofortmaßnahmen zum Klima- und Umweltschutz!Dazu gehören: Die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung. Der Aufbau eines fortschrittlichen öffentlichen Transportsystems basierend auf erneuerbaren Energien und effizienten Technologien. Die sofortige Stilllegung von Atomkraftwerken und die schrittweise Stilllegung fossiler Großkraftwerke weltweit. Die Durchsetzung eines internationalen Stopps der Rodung der Regenwälder. Und: Entschiedene Maßnahmen zum Aufbau einer weltweiten Kreislaufwirtschaft statt gigantischer Vergeudung von Ressourcen und Aufhäufung von Müllbergen. Wir protestieren entschieden dagegen, dass internationale Großkonzerne wie E.on nicht nur die klimazerstörende Verbrennung fossiler Energieträger, sondern auch die hochgiftige Müllverbrennung weiter zum internationalen Geschäft ausbauen wollen. Nutzt den Weltklimatag für den Aufbau eines international verbundenen Widerstands!Ein Vertrauen darauf, dass die Regierungschefs in Kopenhagen schon das notwendige tun, ist eine Sackgasse im Umweltschutz. Die selbst ernannte „Klimakanzlerin“ Frau Merkel hat bisher alles getan, die möglichen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen in Deutschland auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben und fortschrittliche Umwelttechnologien zu blockieren. Notwendig ist ein international verbundener aktiver Widerstand gegen die Hauptverursacher: Die Großkonzerne und Banken, die im fossilen Energie-, Transport und Chemiebereich aktiv sind, und die Regierungen, die sie schützen. Im Juni dieses Jahres setzten Ureinwohner in Peru den Stopp des Ausverkaufs des Regenwaldes an internationale Ölkonzerne durch und bekamen weltweite Solidarität. Dieser Weg ist zukunftsträchtig. Wir rufen Euch auf: Nutzt den Weltklimatag 2009, um den Prozess zu unterstützen und weiter voranzubringen - durch unübersehbare und international verbundene Aktionen! Infostände und Kundgebung Unterzeichner: Naturfreunde Göttingen; Göttinger Linke; Klima AG Göttingen; Verein für Umwelt- und Konfliktforschung (VUK); Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz; Die Linke KV Göttingen; Die Linke im Kreistag Göttingen; MLPD Göttingen; Prof. Dr. Christian Jooß; Jonas Norpoth; Dr. Eckhard Fascher; Dirk-Peter Harling; Barbara Kunis; Gerd Nier; Niels Unger; BUND Kreisgruppe Göttingen; International Liberation Front (ILF); Göttinger Wissenschaftler für Frieden und Abrüstung; Ingrid Lüchtrath; Patrick Humke-Focks (MdL); Anne Schreiner; Bildungswerk Leben und Umwelt; Janun Göttingen |




